Bereits Wochen vor der NDEM, dem repräsentativsten Judo-Wettbewerb Norddeutschlands, hing bei den Judoka von Bremen1860 die Anspannung in der Luft. Intensive Krafttrainingseinheiten, das Einüben technischer und taktischer Schritte sowie mentale Vorbereitung gehörten zum Programm.
Mit 114 männlichen und 80 weiblichen Teilnehmenden von über 70 Vereinen war die diesjährige Veranstaltung gut besetzt. Bremen1860 ging mit sechs Athleten an den Start, das sind überdurchschnittlich viele. Nach Vereinsangaben zeigte jeder von ihnen eine beeindruckende Leistung. Gerade in den Mädchengruppen sei deutlich geworden, wie rigoros und leistungsstark Judo sein kann.
Timofey Schell stand auf der Tatami drei Gegnern gegenüber und ging jeden Kampf als Sieger. Seine erste und dritte Begegnung endeten mit einem Ippon, einem kontrollierten Wurf, bei dem das Gegenüber mit Kraft, Schnelligkeit und Schwung voll auf den Rücken gelegt wird.
Auch Jimmy Kuhl gewann drei Kämpfe, zwei davon mit Ippon-Würfen. Sein erster Kampf ging in die Verlängerung (golden score). Dort zahlten sich nach Vereinsangaben die Kraft- und Ausdauerübungen aus.
Anfang des Monats waren Jimmy Kuhl und Timofey Schell zum Schwanen-Cup in Neumünster gereist. Dort holte Jimmy Gold und Timofey Silber.
Der Verein verweist darauf, dass sich das Training bei Turnieren wie LM und NDEM in Medaillen und Platzierungen auszahle. Stolz mache ihn zudem, dass seine Judoka ihren Mitbewerbern nach dem Prinzip des Jita Kyoei begegnen: Der Kampfpartner sei kein Feind, sondern ein Verbündeter beim gemeinsamen Lernen, der mit Respekt und Verantwortung für die Sicherheit zu behandeln sei.





