Die Verkehrsbereitschaft der Polizei Bremen hat am Sonntag einen serbischen Kleintransporter auf der BAB 1 kurz vor der Anschlussstelle Mahndorf gestoppt. Der Fahrer war auf dem Weg von Portugal nach Dänemark.
Bei der Kontrolle gegen 14:45 Uhr am 27.09.2026 überprüften die Beamten die Lenk- und Ruhezeiten des 32-jährigen Fahrers. Dieser gab zunächst an, das Fahrzeug besitze keinen Fahrtenschreiber und er sei von seinem Chef angewiesen worden, die Zeiten handschriftlich zu notieren. Tatsächlich war jedoch ein Kontrollgerät verbaut, das mit Klebeband abgeklebt und versteckt worden war.
Ein Abgleich der handschriftlichen Notizen mit den echten Daten des Fahrtenschreibers ergab deutliche Abweichungen. Auf der Strecke von Portugal bis nach Bremen hatte der Fahrer in rund 48 Stunden 2.667 Kilometer zurückgelegt und dabei mehr als 31 Stunden am Steuer gesessen – oft ohne jede Pause.
Die Polizei untersagte die Weiterfahrt und ordnete eine 45-stündige Zwangspause an. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro einbehalten. Die Sozialvorschriften für Lenk- und Ruhezeiten dienen unter anderem der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Fahrer vor Ausbeutung.
Das weitere Verfahren wurde an das zuständige Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) übergeben. Dem Unternehmer drohen nun weitere Bußgelder in vierstelliger Höhe.
Quelle: Polizei Bremen


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