Im Universum Bremen sind am Dienstag, den 29. September 2026, acht Schulen aus dem Land Bremen mit den bundesweiten Siegeln „Mint-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ ausgezeichnet worden. Insgesamt wurden zehn Siegel vergeben, zwei Schulen erhielten beide Auszeichnungen. Damit trägt inzwischen fast jede 14. allgemeinbildende Schule im Land Bremen mindestens eines der beiden Siegel – im Ländervergleich Platz 6.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, sagte anlässlich der Verleihung, Bremen sei bei Mint besonders stark: Neun von dreizehn Bremer Gymnasien trügen bereits ein Mint-Siegel, anteilig mehr als in jedem anderen Bundesland. Zugleich sollten mehr Schülerinnen und Schüler für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistert werden, insbesondere Mädchen.
Die Siegel werden von der bundesweiten Initiative „Mint Zukunft schaffen!“ nach einem einheitlichen Kriterienkatalog durch eine Fachjury vergeben und gelten jeweils drei Jahre. Die Bewerbung der Schulen erfolgt freiwillig. Übergeben wurden die Urkunden von Claudia Dreyer, Leiterin der Abteilung Bildung beim Senator für Kinder und Bildung, gemeinsam mit Vertretern von „Mint Zukunft schaffen!“. Im Anschluss stellte jede Schule in fünf Minuten ihre Mint-Arbeit selbst vor.
Der Jahrgang 2026 ist mit acht Schulen der größte in Bremen seit 2019. Zum fünften Mal bestätigt wurden das Gymnasium an der Hamburger Straße (seit 2012), das Alte Gymnasium, der Gymnasium Horn und die St.-Johannis-Schule (alle seit 2014) sowie die Neue Oberschule Gröpelingen (seit 2013). Das Technische Bildungszentrum Mitte erhielt zum dritten Mint-Siegel erstmals zusätzlich das Digital-Siegel. Neu im Netzwerk ist die Oberschule Waller Ring, die Grundschule Baumschulenweg kehrt nach 2019 und 2022 mit einer erneuten erfolgreichen Bewerbung zurück.
Das Digital-Siegel 2026 ging zudem an die St.-Johannis-Schule, die es bereits 2023 erhalten hatte.
Mit den aktuellen Ehrungen tragen 19 Bremer Schulen ein gültiges Siegel – 18 Mal „Mint-freundliche Schule“, 8 Mal „Digitale Schule“, 7 Schulen halten beide, drei davon in Bremerhaven. Das entspricht 7,4 Prozent der rund 200 allgemeinbildenden Schulen im Land, bundesweit liegt der Anteil bei 6,2 Prozent. Nach Angaben des Senators unterscheidet sich Bremen in zwei Punkten von anderen Ländern: Der Anteil ausgezeichneter Gymnasien ist bundesweit am höchsten, und jede fünfte ausgezeichnete Bremer Schule ist eine berufsbildende Schule – bundesweit ist es nur jede fünfundzwanzigste.
Claudia Dreyer erklärte, die acht Schulen hätten Mint nicht als Zusatzangebot, sondern als Teil ihres Profils entwickelt – vom Gymnasium bis zur beruflichen Schule. Dass fünf Schulen ihr Siegel bereits zum fünften Mal bestätigten, zeige die langjährige Verankerung dieser Arbeit in den Kollegien.
„Mint Zukunft schaffen!“ vergibt die Siegel „Mint-freundliche Schule“ seit 2011 und „Digitale Schule“ seit 2017 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz. Bundesweit tragen derzeit rund 2.000 Schulen mindestens eines der beiden Siegel. Träger der Initiative ist der gemeinnützige Verein Mint Zukunft e.V. mit Sitz in Berlin.
Quelle: Senat Bremen






