Seitliche Detailansicht eines Bundespolizei-Streifenwagens
Polizeieinsatz (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-bremen.de

Bremerhaven: ZGF-Leiterin spricht nach Tod einer Frau von Femizid

Zum gewaltsamen Tod einer Frau am 6. September 2026 in Bremerhaven äußerte sich Dr. Kathrin Stern, Leiterin des Büros der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) in Bremerhaven. Sie erklärte, sie sei „tief betroffen über den Tod einer Frau“ in der Stadt. Ihr Mitgefühl gelte den Angehörigen und allen Menschen, die der Frau nahestanden. Im Mittelpunkt stünden nun die Angehörigen und die sachliche Aufklärung des Geschehens.

Stern betonte, wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts getötet werde, gehe es um männliche Kontrolle und Dominanz. Es handle sich daher um einen Femizid. Der Begriff „Beziehungstat“ verharmlose die dahinterstehende Machtdynamik. Die genauen Umstände der Tat müssten nun sorgfältig aufgeklärt werden.

Als Vertreterin der Landesfrauenbeauftragten in Bremerhaven sei es ihr Auftrag, auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und sich für Prävention, Schutz und Unterstützung einzusetzen. Der Fall verdeutliche erneut, wie wichtig wirksamer Gewaltschutz sei.

Das Lagebild „Häusliche Gewalt“ des Bundeskriminalamts vom vergangenen November besagt, dass alle zwei bis drei Tage ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin tötet. Fast jeden Tag gibt es einen Tötungsversuch. Im Bereich der frauenfeindlichen Straftaten registrierte das BKA einen Anstieg von 73,3 Prozent zum Vorjahr.

Quelle: Senat Bremen