StartBildungBremen: Lehrkräfte jünger als im Bundesdurchschnitt

Bremen: Lehrkräfte jünger als im Bundesdurchschnitt

Bremens Lehrkräfte sind im bundesweiten Vergleich auffällig jung. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamts zum Schuljahr 2024/25, die der Senator für Kinder und Bildung veröffentlicht hat.

Bundesweit war im Schuljahr 2024/25 mehr als jede dritte Lehrkraft (35,4 Prozent) 50 Jahre oder älter. In Bremen liegt dieser Anteil bei 30 Prozent – der zweitniedrigste Wert aller Bundesländer. Zugleich hat Bremen mit 8,5 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an Lehrkräften unter 30 Jahren. Zum Vergleich: In Sachsen-Anhalt sind 50,7 Prozent der Lehrkräfte älter als 50 Jahre.

Auch bei der Teilzeitquote fällt Bremen auf: Im Schuljahr 2024/2025 arbeiteten 51,9 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit. Nur Hamburg liegt mit 55,4 Prozent höher. In Thüringen (23,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (23,8 Prozent) war es dagegen nur knapp jede vierte Lehrkraft.

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles erklärte: „Die Daten zeigen eine erfreuliche Entwicklung: Bremen verfügt über viele gut ausgebildete, junge Lehrkräfte. Das ist eine Chance, die wir nutzen wollen.“ Man wolle die Qualität des Unterrichts durch gezielte Personalentwicklung, moderne Fortbildungsangebote und gute Arbeitsbedingungen stärken.

Zur hohen Teilzeitquote sagte Rackles, sie zeige, dass Bremen flexible Arbeitsmodelle biete. Gleichzeitig sei es Aufgabe der Bildungsverwaltung, Unterricht und Schulentwicklung so zu organisieren, dass Kontinuität und gute Zusammenarbeit im Kollegium gewährleistet seien.

Die Daten stammen von den statistischen Landesämtern. Für Bremen werden sie vom Institut für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB) bereitgestellt, das die Angaben der Schulen und des Schulamts Bremerhaven mit Personaldaten koppelt. Daten privater Schulen erhebt das IQHB per Excelabfrage.

Quelle: Senat Bremen

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