Der Senat hat drei große Schulbauprojekte in Bremen auf den Weg gebracht: einen Ersatz- und Erweiterungsbau für die Wilhelm-Focke-Oberschule, die Reaktivierung eines Grundschulstandorts an der Luxemburger Straße in Huchting sowie einen Mobilbau für die wachsende Oberschule Überseestadt.
An der Wilhelm-Focke-Oberschule soll nach dem Beschluss ein moderner Ersatz- und Erweiterungsneubau mit einer Zwei-Feld-Sporthalle entstehen. Gemeinsam mit der benachbarten Marie-Curie-Grundschule soll ein Campus mit gemeinsam genutzten Einrichtungen entstehen, darunter eine neue Mensa. Der Neubau soll Platz für einen fünfzügigen Schulbetrieb, den Ausbau zum GE-Standort (Geistige Entwicklung) und ein zeitgemäßes Ganztagsangebot schaffen. Gebaut wird bei laufendem Schulbetrieb. Zunächst befassen sich die zuständigen Gremien mit dem Vorhaben, danach folgen ein öffentlicher Teilnahmewettbewerb und die Bieterauswahl. Nach aktueller Planung soll der Neubau spätestens Ende Mai 2030 bezogen werden; ob sich das Projekt beschleunigen lässt, wird im weiteren Verfahren geprüft.
Zudem hat sich der Senat für die Reaktivierung des Schulstandorts an der Luxemburger Straße als Grundschule ausgesprochen. Hintergrund sind Prognosen des Instituts für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB), wonach die Schülerzahlen im Primarbereich in Huchting von 1.123 Kindern im Jahr 2019 auf 1.588 im Jahr 2026 gestiegen sind. Mit dem Senatsbeschluss ist die haushaltsrechtliche Absicherung der Maßnahme erfolgt. Der Hochbautrakt wird für die künftige „Schule an der Luxemburger Straße“ umgebaut und saniert, der eingeschossige Sporthallentrakt durch einen dreigeschossigen Ergänzungsbau ersetzt. Geplant ist eine zweizügige Grundschule mit Verteilerküche und Mensa, organisiert nach dem Prinzip von Jahrgangsclustern. Nach Befassung der Gremien können die Ausschreibungsunterlagen veröffentlicht werden; bis Ende Dezember 2026 sollen der Teilnahmewettbewerb abgeschlossen und die Bieter ausgewählt sein. Die Schule könnte nach aktuellem Stand im August 2029 in Betrieb gehen.
Für die Oberschule Überseestadt hat der Senat die Anmietung eines Mobilbaus als Übergangslösung beschlossen. Er soll ab dem 1. August 2027 für zunächst 36 Monate im Bereich des Kellogg-Areals an der Stephanikirchenweide bereitstehen, bis der geplante sechszügige Neubau fertiggestellt ist. Der barrierefreie Mobilbau im Erdgeschoss umfasst zehn Klassenräume, zwei Fach- beziehungsweise Multifunktionsräume, Differenzierungs- und Selbstlernbereiche sowie einen Verwaltungs- und Teamstützpunkt, dazu ein Pflegebad und ein erweitertes barrierefreies WC. Zunächst befassen sich die Deputation für Kinder und Bildung sowie der Haushalts- und Finanzausschuss (Stadt) mit dem Vorhaben.
Finanzsenator Björn Fecker erklärte, man treibe den Schulbau konsequent voran, um Kindern und Jugendlichen ein gutes Lernumfeld zu bieten; finanziell sei dies angesichts der Haushaltslage ein Kraftakt. Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles sprach von einem nächsten Schritt bei drei wichtigen Schulstandorten, für den Bremen viele Millionen Euro in die Hand nehme.
Quelle: Senat Bremen






