Verziertes Portal des Schütting am Bremer Marktplatz
Der Schütting am Marktplatz (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-bremen.de

Bremen: A400M-Bestellung des Bundes stärkt Airbus-Standort und Bremerhaven

Das Bundesministerium der Verteidigung hat am Dienstag entschieden, weitere 16 A400M-Transportflugzeuge zu bestellen. Der A400M bildet das Rückgrat des schweren Lufttransports der Bundeswehr. Der Bremer Airbus-Standort profitiert von dem Auftrag, da hier Rumpf, Frachtladesystem und Hochauftriebssysteme für den Militärtransporter gefertigt werden. Durch die Bestellung ist das Bremer Werk bis Anfang der 2030er Jahre ausgelastet. Der Bundestag muss dem Auftrag noch zustimmen.

Zugleich wurde mit einer Absichtserklärung für das „Deployment Hub Bremerhaven“ der Weg für Investitionen in die militärisch und zivil genutzte Hafeninfra- und -suprastruktur im Land Bremen konkretisiert.

Theresa Gröninger, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, bezeichnete die Entscheidung als gute Nachricht für die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands sowie den Wirtschaftsstandort Bremen. Solche Großaufträge sicherten industrielle Wertschöpfung, hochqualifizierte Arbeitsplätze und technologisches Know-how. Die Bestellung zeige zudem die Bedeutung Bremens mit seiner Luft- und Raumfahrtindustrie für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Der Standort müsse weiter gestärkt und die Rahmenbedingungen für zusätzliche Investitionen geschaffen werden.

Im Rahmen des Deployment Hubs, eines „Einsatzdrehkreuzes“, will der Bund im Zeitraum 2026-2031 insgesamt 1,35 Milliarden Euro in Hafen-, Verkehrs- und Flughafeninfrastruktur investieren. Hinzu kommen bremische Mittel von über 200 Millionen Euro. Rund 1,2 Milliarden Euro der Bundesmittel sind für die Ertüchtigung des Überseehafens vorgesehen. Die zuständigen parlamentarischen Gremien sollen darüber am Mittwoch, den 30. September, beschließen.

Thorsten Raschen, hafenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion auf Landesebene, sprach von einem strukturell wichtigen Schritt für Bremerhaven. Die Investitionen stärkten die sicherheitspolitische Bedeutung des Standorts, modernisierten die Hafeninfra- und -suprastruktur und kämen damit auch der zivilen Wettbewerbsfähigkeit zugute. Bremerhaven sei bereits heute eine logistische Drehscheibe für Deutschland und die NATO; diese Stärke gelte es auszubauen.