Vom 24. September bis 2. November 2026 ist im Staatsarchiv Bremen die Wanderausstellung „Alles Wissen wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ zu sehen. Sieben Vitrinen zeigen Faksimiles von 21 Objekten aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs, die Methoden der DDR-Geheimpolizei und Folgen der Bespitzelung für Betroffene dokumentieren.
Zu den Exponaten gehört ein großer, handgefertigter Buchstabe „A“ – für Ausreise – aus Alufolie und Krepp-Papier. Ein Ehepaar hatte ihn 1985 ins Fenster seiner Wohnung gehängt, um seinen Ausreisewunsch öffentlich zu machen, und musste deshalb in Untersuchungshaft. Gezeigt wird zudem ein Stasi-Observationsfoto aus Berlin 1986, das einen Beteiligten des Attentats auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin zeigt.
Die Schau ist als Vor-Ort- und Online-Ausstellung angelegt: QR-Codes auf den Vitrinen führen zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de mit rund 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.
Am Freitag, 2. Oktober 2026, findet um 17.30 Uhr im Staatsarchiv Bremen ein begleitendes Podiumsgespräch statt. Grußworte sprechen Elisabeth Kaiser, Andreas Mackeben und Daniela Münkel. Anschließend diskutieren Daniela Münkel, Evelyn Zupke und Thomas Köcher über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für das heutige Verständnis der demokratischen Gesellschaft. Die Moderation übernimmt Brigitta Nimz. An diesem Tag besteht von 10 bis 19 Uhr die Möglichkeit, vor Ort einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten zu stellen; ein Mitarbeiter des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs unterstützt dabei. Auch das neue Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs ist an diesem Tag vor Ort erhältlich.
Die Teilnahme an der Podiumsveranstaltung ist kostenlos, es wird um Anmeldung unter information@staatsarchiv.bremen.de gebeten. Die Ausstellung im Staatsarchiv Bremen, Am Staatsarchiv 1, 28203 Bremen, ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Sonderöffnungszeiten gelten am 2. Oktober von 9 bis 19 Uhr und am 3. Oktober von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Senat Bremen


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