Die Linke Bremen und Bremerhaven fordert die Stadt Bremen auf, beim angekündigten Verkauf des Güldenhaus-Quartiers in der Bremer Neustadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen. Auf dem Gelände der ehemaligen Schnapsfabrik soll nach Vorstellung der Partei bezahlbarer Wohnraum entstehen.
Das Areal steht seit 1999 leer. 2004 wurde es von der Firma Müller und Bremermann gekauft, seitdem scheiterten nach Angaben der Linken verschiedene Entwicklungsideen immer wieder an dem Investor. Als angebliche Gründe seien geplante Bürgerbeteiligungen oder vom Beirat geforderte Sozialwohnungsquoten genannt worden.
Max Petermann, Landessprecher und Sprecher für Stadtentwicklung, Wohnen und Bau der Linken in Bremen und Bremerhaven, erklärte, wer ein ganzes Quartier seit mehr als 20 Jahren leer stehen lasse, handle gegen die Interessen der Menschen der Stadt. Wohnen sei keine Ware, mit der Investoren nach Belieben spekulieren dürften. Bremen müsse jetzt handeln und das Güldenhaus-Quartier dem Markt entziehen. Statt eines weiteren privaten Investors brauche es dort dauerhaft bezahlbare Wohnungen in öffentlicher oder genossenschaftlicher Hand.
Die Linke Bremen und Bremerhaven argumentiert, der jahrelange Leerstand zeige, dass die Entwicklung wichtiger Flächen nicht allein privaten Renditeinteressen überlassen werden dürfe. Mit einem Ankauf könne die Stadt Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen und sicherstellen, dass auf dem Gelände Wohnungen entstehen, die sich Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen leisten können. Dafür sollen nach Vorstellung der Partei die städtischen Wohnungsbaugesellschaften einbezogen und Baugenossenschaften gezielt unterstützt werden.


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