Kleine Unternehmen in Bremen können ab sofort finanzielle Unterstützung für den Umstieg auf Mehrwegverpackungen beantragen. Ziel des neuen Förderprogramms ist es, Einwegabfälle zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.
In der Stadtgemeinde Bremen gilt seit 2024 ein Mehrweggebot für Veranstaltungen. Nun wird die Umstellung von Einweg- auf Mehrwegangebote auch im Rahmen des Aktionsplans Klimaschutz der Freien Hansestadt Bremen gezielt gefördert. Die Staatliche Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat am 20. August 2026 eine von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft ausgearbeitete Förderrichtlinie beschlossen.
Die Förderung richtet sich an kleine Unternehmen mit einer Verkaufsfläche bis zu 80 Quadratmetern und mit bis zu fünf Beschäftigten bei der Einführung von Mehrwegangeboten. Damit sollen finanzielle und organisatorische Hürden gesenkt werden, die für kleinere Betriebe mit der Umstellung verbunden sein können.
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, erklärte: „Mit der Förderung wollen wir gerade kleine Unternehmen dabei unterstützen, die Umstellung auf Mehrweg zu stemmen. Das ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und für ein sauberes Bremen. Jede Verpackung, die mehrfach genutzt wird, spart Ressourcen und vermeidet Abfall – davon profitieren wir alle. Mehrweglösungen sind gelebter Ressourcenschutz: Sie vermeiden Abfälle in der Umwelt, sparen Rohstoffe sowie CO2-Emissionen und zeigen, dass nachhaltiger Konsum in den Alltag integriert werden kann.“
Förderanträge können bis spätestens 28. Februar 2027 gestellt werden. Die vollständigen Förderrichtlinien und weitere Informationen sind unter sd.bremische-buergerschaft.de abrufbar.
Bereits am 27. November 2025 hatte die Staatliche Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft den grundsätzlichen Beschluss des Förderprogramms gefasst und der Finanzierung in Höhe von bis zu 250.000 Euro zugestimmt.
Quelle: Senat Bremen


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