StartBildungBremen-Borgfeld: Naturschutzzentrum im Alten Pfarrhaus geplant

Bremen-Borgfeld: Naturschutzzentrum im Alten Pfarrhaus geplant

In Bremen-Borgfeld soll im „Alten Pfarrhaus“ ein Naturschutzzentrum mit Büro- und Arbeitsflächen entstehen. Die Stiftung Nord-West Natur (NWN) und die Karl-Kaus-Stiftung (KKS) hatten das rund 300 Jahre alte, ortsbildprägende Gebäude 2025 von der evangelischen Kirchengemeinde erworben. Für die geplante Nutzung ist eine umfassende Sanierung und Modernisierung erforderlich.

Mit dem Naturschutzzentrum soll eine Informations- und Bildungseinrichtung für die Öffentlichkeit geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Natur und Landschaft, der Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft. Das „Alte Pfarrhaus“ soll künftig als „Schaufenster für den Naturschutz“ dienen: In einem Ausstellungsbereich sollen Themen des Naturschutzes, die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft sowie Besonderheiten der Bremer Natur vermittelt werden. Die Räumlichkeiten sollen zudem Platz für Veranstaltungen wie Vorträge, Workshops und weitere Bildungsangebote bieten.

Auch für die Umweltbildung mit Kindern und Schulklassen soll der Standort geeignet sein. Durch die Nähe zu den Schutzgebieten in der Wümmeniederung könnten Exkursionen direkt am Naturschutzzentrum starten. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das „Blaue Klassenzimmer“ der NWN.

Für die neue Nutzung sind umfangreiche bauliche Maßnahmen vorgesehen, darunter die energetische Sanierung des Gebäudes, die Erneuerung des Daches und die Modernisierung der Haustechnik. Ergänzend sind Renovierungsarbeiten sowie die Umgestaltung von Räumen zu Büro- und Arbeitsplätzen für bis zu 20 Personen geplant. Aktuell sind rund 70 Prozent der benötigten Finanzierung gesichert.

Die staatliche Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat am 20. August 2026 beschlossen, den Fehlbedarf in Höhe von 30 Prozent zu decken. Vorgesehen ist eine investive Projektförderung in Höhe von bis zu 200.000 Euro aus Mitteln der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, die über einen Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt werden soll.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, erklärte: „Mit dem neuen Naturschutzzentrum entsteht ein Ort, an dem Naturschutz erlebbar und verständlich wird. Ein besonderer Vorteil des Standortes ist, neben der guten Anbindung an Radwege und Straßenbahn, auch die Umgebung der Wümmeniederung. Denn Umweltbildung kann so wortwörtlich vor der Haustür beginnen. Mit der finanziellen Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, dass junge Menschen Interesse und Verständnis für unsere Umwelt entwickeln.“

Quelle: Senat Bremen

- Advertisment -

Most Popular

Most Popular

Recent Comments