StartPolitikBremen: Innensenatorin Högl besucht Europol in Den Haag

Bremen: Innensenatorin Högl besucht Europol in Den Haag

Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl ist am 31. August 2026 zu Gesprächen bei der Europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag gewesen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Sicherheitsentwicklungen und die weitere Stärkung der europäischen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war das Phänomen „Violence as a Service“ – die gezielte Anwerbung und Instrumentalisierung insbesondere junger Menschen für Gewalttaten im Auftrag krimineller Organisationen. Damit verbunden war die Frage, wie Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen frühzeitig erkannt und verhindert werden können.

Darüber hinaus ging es um die Entwicklung von „Crime as a Service“, also die zunehmende Beauftragung (klein-)krimineller Strukturen durch staatliche oder staatlich gelenkte Akteure, etwa um im Rahmen hybrider Einflussnahme und Kriegführung sogenannte „Wegwerfagenten“ für Straftaten einzusetzen. Auch die Bekämpfung des internationalen Drogenhandels war Gegenstand des Gesprächs.

Innensenatorin Dr. Eva Högl erklärte: „Kriminalität macht längst nicht mehr an nationalen Grenzen halt. Gerade bei neuen, digitalen Formen organisierter und fremdstaatlich gesteuerter Kriminalität brauchen wir einen engen europäischen Informationsaustausch und eine gemeinsame strategische Antwort. Europol leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag. Besonders aufmerksam müssen wir auf junge Menschen schauen, die von kriminellen oder extremistischen Strukturen gezielt angeworben und instrumentalisiert werden.“

Der Austausch unterstrich zugleich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden und Europol. Innensenatorin Högl würdigte zudem die Expertise des derzeitigen Europol Interims-Exekutivdirektors Jürgen Ebner, der mit seiner langjährigen Erfahrung in europäischen und internationalen Sicherheitsfragen wichtige Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der europäischen Polizeizusammenarbeit mitbringe.

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