Die Universität Bremen ist an einem neuen Sonderforschungszentrum beteiligt, das die Auswirkungen von Schlüsseltechnologien auf die Sozialpolitik untersucht. Das Deutsche Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung startet mit dem Zentrum DIFIS-SOFO, dessen Eröffnungsveranstaltung am 7. September 2026 in Berlin stattfindet.
Getragen wird DIFIS-SOFO von der Universität Duisburg-Essen und der Universität Bremen, in Kooperation mit weiteren Partnern aus der deutschen Sozialpolitikforschung. Zentrale Forschungsfrage ist, wie Schlüsseltechnologien und damit verbundene gesellschaftliche Megatrends auf soziale Risiken und sozialpolitische Institutionen wirken und wie Sozialpolitik diese Veränderungen mitgestalten kann. Untersucht werden dabei Technologien wie Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Quantentechnologien, Biotechnologien und Energietechnik.
Zentral beteiligt sind Prof. Dr. Christoph Bieber und Prof. Dr. Ute Klammer von der Universität Duisburg-Essen sowie Prof. Dr. Tanja Klenk und Prof. Dr. Frank Nullmeier von der Universität Bremen.
Die Bremer Co-Leiterin Prof. Dr. Tanja Klenk erläutert: „So wie Schlüsseltechnologien auf leistungsfähige technische Infrastrukturen angewiesen sind, braucht auch die prospektive Sozialpolitikforschung zu Schlüsseltechnologien eine eigene wissenschaftliche Infrastruktur. Mit dem DIFIS-SOFO schaffen wir genau diese Grundlage: Wir stellen Daten, Wissen und wissenschaftliche Orientierung bereit, entwickeln die dafür notwendigen Methoden weiter und bauen dauerhafte Netzwerke zwischen Sozialpolitikforschung, Technikwissenschaften sowie Politik und Praxis auf.“
Prof. Dr. Christoph Bieber von der Universität Duisburg-Essen erklärt: „DIFIS-SOFO startet mit 18 Leadprojekten in den vier Forschungsbereichen Arbeitswelten, Organisationswelten, Lebenswelten und Diskurswelten. Später kommen weitere Projekte hinzu. Die Forschungsteams untersuchen, wie Schlüsseltechnologien die Sozialpolitik verändern.“
Eingeworben wurde DIFIS-SOFO durch das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen und das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen. Es ist für eine Laufzeit von acht Jahren bewilligt und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 56 Millionen Euro gefördert, die auf alle Projektpartner verteilt werden. Finanziert wird das Sonderforschungszentrum aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität der Bundesregierung.


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