In Bremen-Oslebshausen ist der Klima-Waldpark fertiggestellt worden. Auf einer rund 1,4 Hektar großen ehemaligen Brachfläche zwischen dem Wohnkomplex Wohlers Eichen und dem Pulverberg ist ein urbanes Naherholungsgebiet entstanden, das eine grüne Verbindung zwischen dem Wohngebiet und dem benachbarten Gewerbegebiet Riedemann-/Reiherstraße bildet.
Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, eröffneten die Grünfläche am Freitag, 28. August 2026, symbolisch. Für die Öffentlichkeit soll der Park ab Mitte September zugänglich sein, da Wegedecke und Grünsaat zunächst noch Zeit zum Setzen benötigen.
Das Wirtschaftsressort hatte die Projektskizze im März 2021 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung (BBSR) für das Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ eingereicht. Der Bund bewilligte für das Vorhaben eine Förderung in Höhe von 1.182.150 Euro, rund 90 Prozent der Gesamtfinanzierung stammen aus Bundesmitteln.
Ein 2,5 Meter breiter, barrierefrei gestalteter Hauptweg sowie ein weiterer Weg mit wassergebundener Wegedecke führen vom Wendehammer Wohlers Eichen durch den Park bis zum Pulverberg. Hinzu kommen ein Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten sowie zwei Balancier- und Kletterangebote. Gepflanzt wurden unter anderem Eichensetzlinge, größere Jungbäume, Birken, Sträucher und Obstbäume, die mit Hitze, Trockenheit und Starkregen zurechtkommen sollen. Ein Klimabaum-Pfad vermittelt die Bedeutung unterschiedlicher Baumarten für die Klimaanpassung.
Die WFB setzte das Projekt im Rahmen des Sondervermögens Gewerbe um. Die Hauptbauarbeiten begannen Mitte März 2026, zuvor fanden archäologische Voruntersuchungen und Kampfmittelsondierungen statt. Auf der früheren Hafenbahntrasse musste zudem Gleisschotter entfernt und durch geeigneten Boden ersetzt werden.
Andreas Heyer verwies auf den Zusammenhang mit dem Gewerbegebietsmanagement für Riedemann-/Reiherstraße, wo seit den 1970er-Jahren mehr als 90 Unternehmen ansässig sind und bislang kaum öffentlich nutzbare Aufenthaltsmöglichkeiten bestehen. Der Anstoß für das Projekt sei unter anderem von den ansässigen Unternehmen gekommen, die sich in einer Befragung eine Aufwertung des Erscheinungsbilds gewünscht hätten. Der Klima-Waldpark ist im Integrierten Standortentwicklungskonzept für das Gebiet als Leuchtturmprojekt im Handlungsfeld Klimaanpassung und Ressourcenschonung verankert.


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