StartKulturBremen-Neustadt: St. Jakobi-Gemeinde feiert 150 Jahre am Kirchweg

Bremen-Neustadt: St. Jakobi-Gemeinde feiert 150 Jahre am Kirchweg

Die evangelische St. Jakobi-Gemeinde in der Bremer Neustadt feiert ihr 150-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm, das sich über das kommende halbe Jahr erstreckt.

Den Auftakt bildet ein Sommerfest am Sonntag, 23. August, ab 14.30 Uhr auf dem Gelände von St. Jakobi am Kirchweg 57 in Bremen-Neustadt. Nach einer kurzen Andacht sorgt das Kontrabass-Gitarren-Duo Gebrüder Jehn für ein Konzert, das sich vor allem an Kinder richtet. Zu Gast sind außerdem das Tanzstudio Bounce & Boogie und Frank Fiedler mit Musik für und mit Kindern. Den Abschluss des Nachmittags bilden ein Auftritt der Irish Dance School Bremen sowie der Abendsegen. Über den Nachmittag verteilt gibt es Mitmachaktionen wie eine Fotobox, eine Schätzaktion, Basteln, Seifenblasen und eine Popcorn-Maschine.

Das Festprogramm wird am 30. August mit einem Open-Air-Gottesdienst am Werdersee fortgesetzt. Es folgen eine Jubiläumskonfirmation am 20. September, Erntedank mit Musik und Wein, ein Filmeabend sowie Ende November der traditionelle Adventsmarkt. Zum eigentlichen Gründungsdatum im Dezember ist Kirchenpräsident Pastor Dr. Bernd Kuschnerus beim Festgottesdienst in St. Jakobi zu Gast und hält die Predigt. Kurz vor Weihnachten endet das Jubiläumsjahr mit einer Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der St. Jakobi-Kirche. Am 11. Dezember wird zudem eine neue Gemeindechronik mit Musik und Lesung vorgestellt.

Die Geschichte der Gemeinde beginnt mit dem Bau der Kirche am Kirchweg, Ecke Kornstraße, in den Jahren 1875 bis 1876. Zunächst war St. Jakobi eine Filialgemeinde von St. Pauli. Nach Plänen des Architekten Rippe entstand ein Bau mit 550 Sitzplätzen, die Gemeinde zählte damals bereits 5.000 Mitglieder. Ein Neuenlander Bauer ermöglichte durch eine Zuwendung den 150 Fuß, fast 46 Meter hohen Kirchturm an der Ecke Kirchweg/Buntentorsteinweg. Am 3. Dezember 1876 wurde die St. Jakobi-Kirche eingeweiht. Amtshandlungen wie Taufen, Trauungen oder Trauerfeiern blieben zunächst der St. Pauli-Gemeinde vorbehalten. Erst im Oktober 1884 billigte der damals zuständige Bremer Senat die Bildung einer selbständigen St. Jakobigemeinde mit eigenem Kirchenvorstand.

Über die Jahrzehnte prägten Überschwemmungen durch Weser und Ochtum das Leben im Viertel, bevor nach der Sturmflut 1962 ein Wehr in die Kleine Weser eingebaut wurde. 1893 entstand das Gemeindehaus, daneben das Pfarrhaus.

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