StartPolitikBremen: Mehr Touristinnen und Touristen im ersten Halbjahr 2026

Bremen: Mehr Touristinnen und Touristen im ersten Halbjahr 2026

Stadt und Land Bremen haben im ersten Halbjahr 2026 mehr Gäste verzeichnet als in den Vorjahreszeiträumen, besonders im Juni. Allein in diesem Monat übernachteten mehr als 120.000 Touristinnen und Touristen in den Hotels und Beherbergungsbetrieben der Stadt.

Zwischen Januar und Juni 2026 zählte die Stadt Bremen 610.951 Ankünfte in gewerblichen Beherbergungsbetrieben, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gäste blieben jedoch kürzer: Mit insgesamt 1.142.286 Übernachtungen ergab sich im ersten Halbjahr ein Minus von zwei Prozent.

Im Land Bremen lagen die Ankünfte ebenfalls mit einem Plus von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Das Statistische Landesamt Bremen registrierte hier 1.341.334 Übernachtungen, ein Rückgang von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2025.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, erklärte dazu: „Genauso viele Gäste wie im Vorjahr, aber kürzere Aufenthalte: Bremen bleibt attraktiv, nur der bundesweite Trend zu kürzeren Reisen macht sich auch bei uns bemerkbar.“ Die rund 1,14 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2026 zeigten zusammen mit rund 35 Millionen Tagesgästen einen Beitrag zu etwa 1,8 Milliarden Euro Umsatz und über 170 Millionen Euro Steuereinnahmen, so Vogt weiter.

Etwa achtzig Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Gäste aus Deutschland. Bei den ausländischen Quellmärkten belegten die Niederlande mit 33.365 Übernachtungen (-1,6 Prozent) wie in den Vorjahren den ersten Platz, gefolgt von den Vereinigten Staaten mit 17.761 Übernachtungen (-7,8 Prozent) und dem Vereinigten Königreich mit 12.642 Übernachtungen (+1,4 Prozent).

Oliver Rau, Geschäftsführer der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und zuständig für Marketing und Tourismus, verwies auf wetterabhängige Reiseentscheidungen: „Extremes Glatteis zu Jahresbeginn, extreme Hitze im Sommer – Reiseentscheidungen sind auch immer stark wetterabhängig.“ Reisen würden zudem immer kurzfristiger gebucht oder storniert.

Für das zweite Halbjahr zeigte sich Rau optimistisch. Im August sei Bremen mindestens an einem Wochenende komplett ausgebucht gewesen. Als touristische Highlights nannte er das Musikfest, den Freimarkt, den Weihnachtsmarkt sowie Sonderausstellungen im Universum, dem Übersee-Museum und der Kunsthalle Bremen. Zum Tag der Deutschen Einheit rund um das erste Oktoberwochenende würden mehr als 400.000 Gäste erwartet.

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