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Bremen: Landestierschutzbeauftragte legt ersten Tätigkeitsbericht vor

Die Landesbeauftragte für Tierschutz hat am Dienstag (18. August 2026) ihren ersten kombinierten Tätigkeits- und Tierschutzbericht vorgestellt. Vorgestellt wurde der Bericht im Rahmen der Deputation für Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz. Er umfasst die Jahre 2022 bis 2025 und gibt einen Einblick in Arbeit und Schwerpunkte der Landestierschutzbeauftragten, die der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz zugeordnet ist.

Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, erklärte dazu: „Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Landestierschutzbeauftragte bringt wichtige fachliche und rechtliche Expertise in die Arbeit des Landes ein und trägt dazu bei, den Tierschutz in Bremen kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Prof. Dr. Sibylle Wenzel, Landesbeauftragte für den Tierschutz, betonte, der Bericht mache deutlich, dass Tierschutz eine Querschnittsaufgabe sei, die die Zusammenarbeit verschiedener Behörden, Fachdisziplinen und gesellschaftlicher Akteure erfordere.

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Beratung senatorischer Behörden in tierschutzfachlichen und -rechtlichen Fragen, etwa bei der Einführung eines Sachkundenachweises für Hundehaltende oder der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von freilaufenden Katzen. Seit dem Sommersemester 2025 bietet die Landesbeauftragte an der Universität Bremen zudem ein Wahlmodul zum Tierschutzrecht für Studierende der Rechtswissenschaften an.

Zu den Aufgaben gehört auch die Geschäftsführung des Tierschutzbeirates, der mit überarbeiteter Satzung und Geschäftsordnung seit Ende 2024 zu Tierschutzthemen berät. Im November 2025 wurde zudem erstmals seit 2009 der Bremer Tierschutzpreis verliehen.

Die Stelle der Landesbeauftragten geht auf Beschlüsse der Deputationen für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz sowie für Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Tierökologie vom September 2021 zurück und wurde zum 1. August 2022 besetzt. Im zugehörigen Stabsbereich arbeiten zusätzlich eine juristische Referentin und eine Sachbearbeiterin.

Prof. Dr. Sibylle Wenzel studierte Veterinärmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, war rund 15 Jahre in der Herz-Kreislauf-Forschung der Universität Gießen tätig und wechselte 2013 zum Regierungspräsidium Gießen. Der Tätigkeitsbericht ist online unter www.gesundheit.bremen.de abrufbar.

Quelle: Senat Bremen

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