StartPolitikBremen: Die Linke demonstriert beim CSD für queere Rechte

Bremen: Die Linke demonstriert beim CSD für queere Rechte

Der Bremer CSD startet am Samstag, 22. August, um 12 Uhr am Altenwall. Das diesjährige Motto der Pride lautet „Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark“. Die Linke ruft zur Teilnahme am Christopher-Street-Day auf und ist mit dem Wagen von Bundestagsabgeordneter Doris Achelwilm vertreten, der die Wagennummer 51 trägt.

Doris Achelwilm erklärte, gemeinsam mit der queeren Community in Bremen wolle man laut, bunt und politisch gegen die zunehmenden Angriffe auf Demokratie, Freiheit und queeres Leben sowie gegen Gewalt an unter anderem trans* Personen im öffentlichen Raum auftreten. Sie verwies auf das Attentat, durch das der Berliner CSD beendet worden sei, und betonte, dieser CSD biete auch Raum, der Opfer von Berlin sowie aller Opfer queer-feindlicher Gewalt zu gedenken. Achelwilm forderte, dass der Schutz queerer Menschen verfassungsrechtlich verankert werde, indem die Kategorien geschlechtlicher und sexueller Identität in Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes aufgenommen werden. Zudem müssten die Kürzungspläne der GroKo gegen queere Jugendorganisationen zurückgenommen werden.

Anna Fischer, Landessprecherin der Partei Die Linke in Bremen und Bremerhaven, sagte, es sei wichtig, beim CSD mit tausenden Queers und Allies auf die Straße zu gehen, um einen Ort für Hoffnung und Solidarität zu schaffen und ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und Rechtsruck zu setzen. Man gehe dabei auch für alle auf die Straße, die aus Sicherheitsbedenken nicht selbst teilnehmen könnten.

Sofia Leonidakis, Fraktionsvorsitzende der Linken, kritisierte, dass die Bundesregierung aus dem Programm „Demokratie leben“ Vielfalt als Förderzweck streiche und dadurch vielen Projekten, die etwa queere Jugendliche unterstützen, die Gelder gekürzt würden. Die queere Community sei vielfältig und habe auch muslimische, geflüchtete oder migrantisch gelesene Zugehörige.

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