StartPolitikBremerhaven: Studie untersucht Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen

Bremerhaven: Studie untersucht Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen

Eine wissenschaftliche Studie untersucht ab sofort die Versorgung ungewollt schwangerer Personen in Bremerhaven. Auftraggeberin ist die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF). Ziel ist es, die Qualität der Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen mit besonderem Fokus auf Bremerhaven zu analysieren und mögliche Verbesserungsbedarfe aufzuzeigen.

Untersucht werden unter anderem die Erreichbarkeit von Versorgungsangeboten, die Terminverfügbarkeit, die Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs sowie strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen für Betroffene, die in Bremerhaven leben. Dafür werden leitfadengestützte Interviews mit Expertinnen und Experten geführt. Zusätzlich läuft eine anonyme Online-Befragung von ungewollt schwangeren Personen, auf die über Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, gynäkologische Praxen sowie Flyer im Stadtgebiet aufmerksam gemacht wird. Die Teilnahme ist anonym, sämtliche Angaben werden ausschließlich für den wissenschaftlichen Zweck ausgewertet.

Die Bundesländer sind gesetzlich verpflichtet, den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sicherzustellen. Die Versorgungsangebote unterscheiden sich jedoch regional. Auch wenn die Versorgung im Land Bremen insgesamt als gut gilt, gibt es in Bremerhaven laut Mitteilung erhebliche Defizite. Wie genau Bremerhavenerinnen die Versorgung erleben und welche Herausforderungen sie beim Zugang zu Beratungs- und medizinischen Angeboten haben, soll die Befragung im Detail erheben.

Dr. Kathrin Stern, Leiterin des ZGF-Büros in Bremerhaven, sagt: „Mit der Studie wollen wir besser verstehen, welche Erfahrungen ungewollt Schwangere in Bremerhaven konkret machen. Anhand der Ergebnisse möchten wir Handlungsempfehlungen für eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung in Bremerhaven formulieren.“

Die Online-Befragung ist über einen direkten Link unter www.limesurvey.net erreichbar. Für Medienanfragen ist Susanne Gieffers von der ZGF-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter der Telefonnummer (0421) 361-6050 sowie per E-Mail an presse@frauen.bremen.de erreichbar.

Quelle: Senat Bremen

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