StartBildungBremerhaven: Sommertour von Sozialsenatorin Schilling endet an Hochschule

Bremerhaven: Sommertour von Sozialsenatorin Schilling endet an Hochschule

Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, hat im Rahmen ihrer Sommertour drei Stationen in Bremerhaven besucht. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Sicherung von Beschäftigung und Fachkräften angesichts von Digitalisierung und Automatisierung sowie die Rolle von sozialer Arbeit, Bildung und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt.

Den Auftakt bildete am 2. Juli 2026 ein Besuch des Nordic Campus. Das Berufsbildungswerk Bremen gGmbH bietet dort jungen Menschen mit Lern-, Körper- und/oder psychischen Beeinträchtigungen berufsvorbereitende Maßnahmen, Arbeitserprobungen, Eignungsabklärungen und Ausbildungen in mehr als 30 Berufen an. Nach Angaben der Einrichtung werden mehr als 90 Prozent der Auszubildenden erfolgreich zum Abschluss geführt, rund 70 Prozent anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Schilling tauschte sich dabei unter anderem mit Nordic-Campus-Geschäftsführer Dr. Torben Müller und Bremerhaven-Betriebsleiter Heiko Größer aus.

Am 28. Juli 2026 besuchte die Senatorin den Bremerhavener Containerhafen und informierte sich über das ESF-Plus-geförderte Projekt Change4Port, das Anfang 2026 gestartet ist. Es unterstützt Beschäftigte dabei, sich auf Veränderungen durch die digitale Transformation im Containerumschlag vorzubereiten. Schilling sprach mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Betriebsräten, Gewerkschaft und Projektpartnern über die Beteiligung der Beschäftigten, die Rolle sogenannter Change Agents sowie die Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsmaßnahmen.

Zum Abschluss der Sommertour stand am Dienstag, 18. August 2026, ein Besuch des Studiengangs Soziale Arbeit an der Hochschule Bremerhaven auf dem Programm. Dort ließ sich Schilling studentische Arbeiten zu den Themen Armut und Klasse vorstellen und tauschte sich mit künftigen Studierenden aus.

Schilling erklärte, zukunftsfähige Arbeitsmarktpolitik sei immer auch Sozialpolitik: Qualifizierung, Teilhabe und soziale Sicherheit müssten zusammengedacht werden. Teilhabe am Arbeitsleben dürfe nicht davon abhängen, ob jemand den vermeintlich geradlinigen Weg in Ausbildung und Beschäftigung gehen könne. Zum Projekt Change4Port betonte sie, Transformation dürfe nicht bedeuten, dass Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, weil sich Tätigkeiten verändern. Mit Blick auf die Soziale Arbeit hob sie hervor, soziale Herkunft beeinflusse nach wie vor Bildungs- und Lebenschancen.

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