StartPolitikBremen: Verteidigungsminister Pistorius besucht Rathaus und OHB

Bremen: Verteidigungsminister Pistorius besucht Rathaus und OHB

Der Bundesminister für Verteidigung, Boris Pistorius, hat am 10. Juli 2026 Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Bremer Rathaus besucht. Bei dem Treffen tauschten sich beide über sicherheitspolitische Themen aus. Anschließend fuhren Pistorius und Bovenschulte gemeinsam zur Zentrale des Raumfahrtkonzerns OHB bei der Universität Bremen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte: „Bremen ist auch dank OHB die Space City Nummer 1 in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Bremen ist der bedeutendste Technologiestandort im Nordwesten. Und Bremen entwickelt sich immer mehr zur Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung.“ Die heimische Luft- und Raumfahrtindustrie leiste damit einen Beitrag zur europäischen Eigenständigkeit und sichere sowie schaffe Tausende von Arbeitsplätzen, so Bovenschulte weiter.

Bei OHB verschafften sich Pistorius und Bovenschulte zusammen mit der Konzernführung einen Eindruck von der Produktion. Beim Gespräch mit dualen Studierenden bei OHB war auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt dabei. OHB ist nicht nur in der zivilen Raumfahrt tätig, sondern auch ein wichtiger Partner der Bundeswehr im Bereich weltraumgestützter Infrastruktur für Sicherheit und Verteidigung. Kürzlich haben OHB und Rheinmetall das Gemeinschaftsunternehmen „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ mit Sitz in Bremen gegründet. Es bewirbt sich um den Auftrag für ein neuartiges satellitengestütztes Kommunikationssystem der Bundeswehr.

Für das Verteidigungsministerium nimmt das Land Bremen eine zunehmend wichtige Rolle ein. Das zeigt sich vor allem an rund 1,3 Milliarden Euro, die in die Infrastruktur des Hafens für den Ausbau Bremerhavens zu einem maritimen Logistik-Hub fließen, um den Anforderungen der Nato und des Operationsplans Deutschland gerecht zu werden. Es ist die höchste Förderung, die der Bund jemals für ein Projekt im Land Bremen zur Verfügung gestellt hat. Zugleich verbessert sich damit auch die Leistungsfähigkeit Bremerhavens im allgemeinen Hafenbetrieb.

Zudem hat das Ministerium beschlossen, das Beschaffungsamt der Bundeswehr mit einem neuen Standort für die Bereiche Marine und Weltraum in Bremen zu stärken. Von dort aus wird künftig die Beschaffung für diese Schlüsselbereiche koordiniert. Damit übernimmt das Land künftig eine zentrale Rolle für die See- und Weltraumverteidigung Deutschlands.

Quelle: Senat Bremen

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