StartPolitikBremen: Innensenatorin Högl bei Sonder-IMK zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig

Bremen: Innensenatorin Högl bei Sonder-IMK zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig

Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl und Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, haben am Donnerstag, 13. August 2026, gemeinsam das Maritime Sicherheitszentrum (MSZ) in Cuxhaven besucht. Dort informierten sie sich über die Arbeit der Einrichtung und nahmen im Anschluss an einer Sonder-Innenministerkonferenz (IMK) zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig teil, die als Telefonschaltkonferenz stattfand.

Ministerin Daniela Behrens erklärte, hybride Angriffe zu Land, zu Wasser und aus der Luft nähmen seit Jahren zu. Der Vorfall am Flughafen Leipzig sei das jüngste und drastischste Beispiel für entsprechende Szenarien in Deutschland. Bei der Drohnenabwehr und der Sicherung kritischer Infrastruktur müsse Deutschland besser, schneller und effektiver werden. Der Bund müsse hier deutlich mehr Verantwortung übernehmen und eine koordinierende Rolle einnehmen.

Innensenatorin Dr. Eva Högl sagte, Leipzig müsse ein Weckruf sein. Eine Drohne mit Sprengstoff neben einem Flugzeug sei eine neue Stufe der Bedrohung, die Bremen und Bremerhaven besonders treffe, da über die Häfen seit Jahrzehnten alles laufe, was die Nato bewege. Was heute einen Flughafen treffe, könne morgen einen Hafen treffen. Deshalb müsse der Bund in Gefahrenanalyse und Drohnenabwehr investieren.

Im MSZ arbeiten der Bund und die fünf Küstenländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammen. Herzstück ist das Gemeinsame Lagezentrum See, in dem rund um die Uhr sieben Behörden zusammenarbeiten, von der Bundespolizei über den Zoll bis zu den Wasserschutzpolizeien der Länder.

Beide Ministerinnen informierten sich zudem über die Analyseeinheit im Lagezentrum, die verdächtige Schiffsbewegungen beobachtet und mit gemeldeten Drohnensichtungen abgleicht. Die norddeutschen Innenressorts hatten bereits im Juli 2025 vereinbart, diese Analyseeinheit zu verstetigen. Anlass sind zunehmende Bedrohungen auf See, darunter Sabotage an Pipelines und Datenkabeln sowie Havarien von Schiffen der russischen Schattenflotte.

Beim Havariekommando ließen sich Behrens und Högl zeigen, wie Bund und Länder bei großen Schadenslagen zusammenarbeiten, etwa bei einem Brand an Bord oder einem Unglück mit gefährlicher Ladung.

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