In Bremen-Vegesack beginnt am Montag, 28. September 2026, der Rückbau der ehemaligen Liegewanne der „Schulschiff Deutschland“ in der Lesummündung. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH hat die bremenports GmbH & Co. KG mit der Umsetzung beauftragt.
Zurückgebaut wird ausschließlich die Liegewanne. Die Anlegestelle selbst bleibt zunächst erhalten und könnte für mögliche zukünftige Nutzungen geprüft und hergerichtet werden.
Für das dauerhafte Liegen des Großseglers „Schulschiff Deutschland“ war der Liegeplatz aufgrund des großen Tiefgangs des Schiffes seinerzeit speziell ausgebaut worden. Mit der dauerhaften Aufgabe des Standorts war die Verpflichtung verbunden, die eigens geschaffene Liegewanne wieder zurückzubauen. Das gibt die mit der Liegestelle verbundene wasserrechtliche Genehmigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes vor. Eine Nachfolgenutzung der genau auf das Schiff zugeschnittenen Anlage für andere Zwecke ist nicht möglich.
Der Rückbau umfasst drei Sicherungsdalben und rund 115 Spundwandbohlen. Die Arbeiten erfolgen von einem Schwimmponton aus mit Seilbagger und Vibrationsrüttler. Unter Wasser unterstützt ein Taucherteam das präzise Ansetzen an den einzelnen Spundwandbohlen. Für die Arbeiten sind rund 22 Arbeitstage vorgesehen. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die Strömungsverhältnisse in der Lesummündung dar.
Wiedereinbaufähiges Material wird eingelagert und weiterverwendet, sogenanntes Altmaterial wird ordnungsgemäß entsorgt. Die Kosten für den Rückbau werden auf rund 375.000 Euro geschätzt. Sollten ungünstige Witterungs- oder Strömungsbedingungen einen vollständigen Abschluss der Arbeiten verhindern, werden diese im Frühjahr 2027 fortgesetzt.


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