StartBildungBremen: Senatorin Müller informiert sich bei Bühnen über CO2-Adhesive

Bremen: Senatorin Müller informiert sich bei Bühnen über CO2-Adhesive

Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Henrike Müller, hat sich beim Bremer Klebtechnikunternehmen Bühnen über das Forschungsprojekt „CO2-Adhesive“ informiert. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM untersucht das Unternehmen, wie sich CO2 als Rohstoff für die Herstellung von Polymeren nutzen lässt. Begrüßt wurde die Senatorin von Bühnen-Geschäftsführer Jan Hunke.

Im Rahmen des Projekts soll CO2 mit industriell verfügbaren Chemikalien zunächst in chemische Bausteine eingebunden und anschließend zu Polymeren weiterverarbeitet werden. Die CO2-Fixierung soll überwiegend bei Normaldruck und vergleichsweise moderaten Temperaturen erfolgen. Als konkrete Anwendung werden die entstehenden Materialien für den Einsatz als Klebstoffe untersucht.

Nach Angaben der Senatsverwaltung verlaufen die bisherigen Arbeiten planmäßig. Die CO2-Fixierung konnte bereits bei Atmosphärendruck und einer Temperatur von 130 Grad Celsius demonstriert werden. Ein verbesserter Hilfsstoff sorgt dafür, dass kaum noch Abfall entsteht und über 90 Prozent des gewünschten Stoffs fehlerfrei hergestellt werden. Darauf aufbauend wird nun die Eignung der hergestellten Polymere für Klebstoffanwendungen geprüft; als konkreter Demonstrator wird ein Schmelzklebstoff entwickelt.

Dr. Henrike Müller sagte: „Wenn CO2 nicht nur als Emission, sondern auch als Rohstoff genutzt werden kann, eröffnet das neue Möglichkeiten für eine nachhaltigere Industrie. Projekte wie dieses zeigen, welches Potenzial darin steckt, Kohlenstoff künftig stärker im Kreislauf zu führen – ökologisch und wirtschaftlich.“

Jan Hunke, geschäftsführender Gesellschafter der Bühnen GmbH & Co. KG, erklärte: „Für uns ist entscheidend, ob aus einer guten wissenschaftlichen Idee am Ende ein Produkt entsteht, das in der Praxis funktioniert. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Wenn wir CO2 künftig als Rohstoff für leistungsfähige Klebstoffe nutzen können, wäre das ein wichtiger Schritt zu nachhaltigeren Produkten.“

Das gemeinsame Forschungsprojekt von Fraunhofer IFAM und Bühnen wird über das Bremer Programm Angewandte Umweltforschung (AUF) gefördert. Es fließt Geld aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land Bremen; begleitet wird die Förderung von der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven. Deren Vorsitzender der Geschäftsführung, Ralf Stapp, sagte: „Die Förderung mit dem Programm AUF hat entscheidend dazu beigetragen, Forschung und innovative Industrie zu verbinden und aus einer vielversprechenden Idee eine anwendungsnahe Lösung für nachhaltigere Klebstoffe zu entwickeln.“

Quelle: Senat Bremen

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