Vor dem Landgericht Bremen beginnt am Montag, den 21. September 2026, um 09:30 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen zur Tatzeit 20-jährigen Angeklagten. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat u.a. vorgeworfen (Aktenzeichen 41 KLs 287 Js 31406/26).
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, spätestens im Februar 2025 beschlossen zu haben, sich von Deutschland aus in ein Hoheits- und Rückzugsgebiet des Islamischen Staates zu begeben, mit dessen Inhalten und Zielen er sich identifiziert habe. Ziel sei gewesen, sich im Umgang mit Waffen unterweisen zu lassen und sich am bewaffneten Kampf der Organisation zu beteiligen. Durch Angriffe auf kurdisch geführte Lager habe er die Befreiung von Frauen, Kindern und Mitgliedern des Islamischen Staates erwirken wollen.
Im März 2025 soll der Angeklagte in der syrischen Region Ar-Rakka eingetroffen sein und mit einem Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow ein Schießtraining absolviert haben. Anschließend habe er ein solches Sturmgewehr erworben und sei im April 2025 nach Deutschland zurückgekehrt.
Am 09.05.2025 soll er auf seinem Instagram-Profil zwei Storybeiträge veröffentlicht haben, auf denen unter anderem eine nicht erkennbare Person ein Sturmgewehr in den Händen gehalten habe beziehungsweise eine Flagge des Islamischen Staates abgebildet gewesen sei, unterlegt mit einem Naschid der Medienstellen des Islamischen Staates. Am 29.11.2025 soll der Angeklagte auf seinem TikTok-Profil einen Videobeitrag eines anderen Nutzers geteilt haben, in dem Teile eines Naschids des Islamischen Staates sowie eine Audiobotschaft eines ehemaligen Sprechers der Organisation zu hören gewesen seien.
Die Hauptverhandlung wird an mehreren weiteren Terminen bis November 2026 fortgesetzt, jeweils um 09:30 Uhr, soweit nicht anders angegeben.a
Quelle: Staatsanwaltschaft Bremen


Recent Comments