Vor dem Landgericht Bremen beginnt am Mittwoch, den 02. September 2026, um 09:30 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen 41-jährigen Angeklagten. Ihm wird versuchter Totschlag unter anderem vorgeworfen, das Verfahren trägt das Aktenzeichen 21 Ks 210 Js 20403/26.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, am 19.03.2026 in einer Wohnung in der Ahlhorner Straße in Bremen einen Geschädigten zwischen Küchentür und Wand eingeklemmt zu haben. Als sich dieser gewehrt habe, soll der Angeklagte mit einem Messer mit einer Klingenlänge von etwa 6 cm in die Gesichts- beziehungsweise Halsregion des Geschädigten gestochen haben. Dieser habe unter anderem eine Stichverletzung mit einer arteriellen Blutung der äußeren Halsschlagader sowie eine Schädigung des Gesichtsnervs auf der linken Gesichtshälfte erlitten und sei im Krankenhaus notbehandelt worden.
Bereits am 18.03.2026 soll der Angeklagte im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Hastedter Straße in Bremen im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung versucht haben, einen weiteren Geschädigten mit der Faust ins Gesicht zu schlagen und ihn anschließend den Treppenabsatz hinuntergestoßen haben. Der Geschädigte sei dabei einige Stufen hinuntergestolpert und mit dem Oberkörper gegen das Treppengeländer geprallt, wobei er Prellungen an Rippen und Unterarm erlitten habe. Im Anschluss sei der Angeklagte in das Klinikum Bremen-Ost gebracht worden, wo er dort einen Mitarbeiter mehrfach mit der Faust gegen die Wange geschlagen haben soll.
Der Angeklagte soll an einer schizoaffektiven Störung leiden; bei den Taten soll seine Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen sein.
Die Hauptverhandlung wird an mehreren weiteren Terminen im September und Oktober 2026 fortgesetzt.
Quelle: Staatsanwaltschaft Bremen


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