Nach den erneuten Schüssen in der Bremer Neustadt und im Ostertor hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion konkrete Antworten des Senats Bovenschulte gefordert. Seit Jahresbeginn kam es nach Angaben der Fraktion in Bremen zu mehreren Schusswaffenangriffen, besonders häufig in der Neustadt. Dabei wurde ein Mensch getötet, mehrere weitere Menschen wurden verletzt.
„Täglich grüßt das Murmeltier: Schon wieder fallen in Bremen Schüsse, schon wieder wird ein Mensch verletzt. Wir wollen und werden uns an solche Zustände nicht gewöhnen. Schüsse auf offener Straße dürfen niemals zur Normalität werden“, erklärte Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Die Fraktion verweist zudem auf die Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage „Bremen unter Beschuss – was tut der Senat gegen Waffenkriminalität?“ (Drs. 21/1954). Demnach wurden 2019 auf Straßen, an Bahnhöfen oder in Parks zwei Fälle mit Schussabgaben registriert, 2025 waren es bereits 22. Für 2026 erwartet der Senat laut CDU erneut einen Anstieg.
„Besonders alarmierend ist, dass 2025 fast 45 Prozent der Tatverdächtigen bei Schussabgaben bereits polizeilich bekannt waren. Gleichzeitig kann der Senat nicht systematisch auswerten, ob Bezüge zu Organisierter Kriminalität, Clan-, Rocker- oder Drogenkriminalität bestehen. Wer Waffenkriminalität gezielt bekämpfen will, muss wissen, mit welchen Tätern und Strukturen wir es zu tun haben. Dafür brauchen wir ein besseres Lagebild“, so Lübke weiter.
Die CDU-Fraktion erwartet vom Senat die umfassende Aufklärung der erneuten Tat sowie ein schlüssiges Konzept gegen die Waffenkriminalität. Dazu solle unter anderem eine Ausweitung gezielter Waffenkontrollen gehören sowie eine Sonderkommission mit enger Verzahnung zu Ermittlungen in den Bereichen Organisierte Kriminalität, Drogenkriminalität und Clankriminalität.


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