Am 3. August 2026 beginnen die Bauarbeiten auf der „Kleinen Lucie“ am Lucie-Flechtmann-Platz in der Bremer Neustadt. Der Platz hat sich seit 2013 durch das Engagement des Vereins Kultur-Pflanzen und vieler Nachbarinnen und Nachbarn zu einem Treffpunkt und Gemeinschaftsgarten entwickelt. Nun wird der letzte, rund 700 Quadratmeter große versiegelte Bereich an der Westerstraße entsiegelt und an den Garten des Projekts „Ab geht die Lucie!“ angeschlossen.
An der Stelle der bisherigen grauen Steine und des Betons entsteht ein Piko-Park mit Sitzgelegenheiten, Trockenmauern, Totholz, Sandarium und Nisthilfen für Insekten und Vögel. Hecken, Sträucher, Stauden und kleine Wiesen ergänzen den vorhandenen Bestand an Amberbäumen. Ein Haupt- und ein Nebenweg führen künftig als wassergebundene Wegedecke durch den Park.
Ein zentrales Element ist der Einbau einer Zisterne mit einem Speichervolumen von 15 Kubikmetern, die die Bewässerung des Parks und des angrenzenden Gartens sichern soll. Das Regenwasser wird vom Dach des benachbarten Unternehmens KSB Service GmbH gesammelt und in die Zisterne geleitet. Laut Mitteilung handelt es sich um ein Pilotprojekt für grundstücksübergreifendes Regenwassermanagement in Bremen. Planung und Realisierung erfolgen in Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Verkehr, der Hansewasser Bremen GmbH sowie der Wesernetz Bremen GmbH.
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, erklärte, mit dem neuen Piko-Park und der Zisterne werde gezeigt, wie Klimaschutz und Lebensqualität zusammengehen könnten. Regenwasser könne besser versickern, die Stadt werde bei Hitze und Starkregen entlastet, gleichzeitig entstehe ein Treffpunkt für die Nachbarschaft.
Das Projekt ist Teil der stadtweiten Aktion „Bremen pflastert ab!“, mit der Bremerinnen und Bremer, Unternehmen und Vereine zur Entsiegelung und Begrünung von Flächen aufgerufen werden. Während der Bauphase sind vier Mitmachbaustellen geplant, bei denen sich Interessierte beteiligen können. Die Termine werden auf www.lucie-bremen.de bekanntgegeben.
Nach der Entsiegelung und Bodenauftragung folgen der Bau der Trockenmauern sowie die Bepflanzung. Für September ist der Einbau der Zisterne vorgesehen, die Fertigstellung der „Kleinen Lucie“ ist für Oktober geplant. Die Projektleitung übernimmt der Verein Kultur-Pflanzen, koordinierende Aufgaben liegen beim Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz im Land Bremen. Finanziert wird das Projekt überwiegend durch Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Förderprogramms Natürlicher Klimaschutz in Kommunen. Den Eigenanteil trägt die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft aus Mitteln der Biodiversitätsstrategie der Stadt, die Zisterne wird aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturgesetz finanziert.
Quelle: Senat Bremen


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