StartBildungBremen: Linke fordert nach PISA-Studie Gemeinschaftsschulen für alle Kinder

Bremen: Linke fordert nach PISA-Studie Gemeinschaftsschulen für alle Kinder

Die Linke Bremen hat sich in einer Pressemitteilung zu den Ergebnissen der aktuellen PISA-Studie geäußert. Darin wird festgestellt, dass zunehmend Kinder und Jugendliche in Deutschland unter den Basiskompetenzen in Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften bleiben. Die Studie benenne zudem, seit 2015 wieder zunehmend, die Schere zwischen arm und reich als ausschlaggebend und entwicklungshemmend.

Christian Gloede, bildungspolitischer Sprecher der Linken in Bremen, erklärte dazu, dass Kinder aus nicht wohlhabenden Elternhäusern in Deutschland und auch in Bremen zunehmend von Bildung abgekoppelt würden. Das bleibe der eigentliche Skandal der aktuellen Bildungsstudie. Das Recht auf Bildung verkomme damit zu einem Privileg für einige. Anders als Bundesministerin Prien es sage, sei es längst überfällig, das Bildungswesen „auf links zu ziehen“ – gemeint seien Schulen für ein längeres gemeinsames Lernen aller, also Gemeinschaftsschulen, in denen alle Kinder inklusiv von Anfang an mindestens bis Klasse 10 unterrichtet werden.

Die PISA-Studie bestätige damit auch die Erkenntnisse der Evaluation des Bremer Schulkonsenses in ihrem Ausblick, sogenannte Langformschulen zu schaffen, so Gloede weiter. Ein neuer parteiübergreifender Schulkonsens könne nur auf dieser Grundlage vereinbart werden. Eine neue Landesregierung unter Einbeziehung der Linken käme um dieses Thema nicht herum. Man müsse dazu aber nicht bis 2028 warten, eine gute Gemeinschaftsschule für alle müsse gut vorbereitet werden, Kollegien, Eltern- und Schülerschaft seien mitzunehmen.

Für die nächste Haushaltsplanung müsse hinsichtlich der Eckwerte unmissverständlich geklärt werden, dass Bildung endlich auskömmlich finanziert werde, so Gloede. Es würden Abermilliarden für Rüstungsprojekte und die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung gestellt, während die Entbildung ganzer Generationen billigend in Kauf genommen werde. Das empfinde er als mehr als zynisch und auch volkswirtschaftlich abenteuerlich, so Gloede abschließend.

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