Die Landesenergiekartellbehörde hat ihre im Herbst 2025 gestartete Untersuchung der Fernwärmepreise im Land Bremen abgeschlossen. Der Bericht dazu ist nun auf umwelt.bremen.de veröffentlicht worden.
Verbraucherinnen und Verbraucher in Bremen und Bremerhaven können ihr Fernwärme-Versorgungsunternehmen nicht frei wählen, ein Wechsel der Heizungstechnik ist oft nicht möglich oder mit hohen Kosten verbunden. Im Rahmen der Untersuchung wurden 31 Fernwärmenetze von sechs Versorgern in Bremen und Bremerhaven analysiert. Durch die Zusammenarbeit mit der Landeskartellbehörde Niedersachsen konnten deren Ergebnisse in die Bewertung einbezogen werden.
Bei vier kleineren Fernwärmenetzen wird die Landesenergiekartellbehörde noch einmal vertieft prüfen. Die betreffenden Unternehmen wurden aufgefordert, die Gründe für die auffällig hohen Erlöswerte darzulegen.
Die Netze der swb sind in der Untersuchung nicht negativ aufgefallen – auch nicht im Zusammenhang mit der Preiserhöhung in Bremen ab April 2025, bei der sukzessive bisherige Fernwärmeverträge ordentlich gekündigt und neue Verträge mit erhöhtem Grund- und Leistungspreis angeboten werden. Zwar steigen dadurch die Kosten für die Kundinnen und Kunden, das Preisniveau liege aber noch nicht im auffälligen Bereich.
Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, erklärte: „Unsere Wärmeplanung zeigt, wie wichtig Fernwärme für die Wärmewende ist. Es ist entscheidend, dass der eingeschränkte Wettbewerb beim Vertrieb von Fernwärme nicht zu überhöhten Preisen führt. Die Untersuchung der Landesenergiekartellbehörde sorgt für mehr Transparenz und ist eine Grundlage, um auffällige Preisentwicklungen genauer zu prüfen.“
Die aktuelle Rechtslage sieht laut Senatorin jedoch nur eine Missbrauchskontrolle von bereits umgesetzten Preiserhöhungen vor. Müller forderte deshalb: „Für einen wirksamen Schutz vor überhöhten Preisen muss die Bundesregierung endlich eine Regulierung durch die Bundesnetzagentur einführen.“
Quelle: Senat Bremen


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