StartBildungBremen: IJCAI-Konferenz mit 2.500 Fachleuten im Congress Centrum eröffnet

Bremen: IJCAI-Konferenz mit 2.500 Fachleuten im Congress Centrum eröffnet

Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat am 18. August 2026 die IJCAI (International Joint Conference on Artificial Intelligence) im Congress Centrum Bremen eröffnet. Es ist das erste Mal seit 43 Jahren, dass der Kongress zur Künstlichen Intelligenz wieder in Deutschland stattfindet.

Zu der Konferenz werden rund 2.500 Fachleute aus aller Welt in Bremen erwartet. Die größte Delegation stellt China mit über 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, gefolgt von Deutschland mit etwa 500 und den USA mit rund 150 Teilnehmenden. Es handelt sich um die 35. Auflage der IJCAI, die zum dritten Mal gemeinsam mit der European Conference on Artificial Intelligence (ECAI) ausgerichtet wird. Ergänzt wird die Fachkonferenz um eine Industrieausstellung auf dem Messegelände, die eine Brücke zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung schlagen soll. Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es zudem ein Veranstaltungsprogramm in der Innenstadt auf dem Open Space Domshof, im Forum am Domshof und in der Bremischen Bürgerschaft.

In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Bovenschulte die Wahl Bremens als Austragungsort als „herausragende Anerkennung für unsere Stadt als Zentrum für Wissenschaft und Technologie“. Er verwies auf wissenschaftliche Einrichtungen wie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Fachbereiche der Universität Bremen sowie auf eine lebendige Start-up-Szene. Bremen habe insbesondere in den maritimen Wissenschaften und der Raumfahrt ein starkes Bein in der KI.

Am Mittag traf Bovenschulte im Festsaal des Rathauses mit rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der internationalen KI-Szene zu einem Essen zusammen. Dort betonte er, Bremen stehe für eine verantwortungsvolle und gesellschaftlich verankerte Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz. Die Forschungseinrichtungen im Rahmen des Forschungsverbunds „U Bremen“ setzten dabei auf Open Science, Nachhaltigkeit und demokratische Werte.

Bovenschulte sprach von der IJCAI als Chance für Bremen, „den nächsten Schritt zu gehen: von einem international herausragenden KI-Forschungsstandort zu einem führenden europäischen Standort für die Anwendung Künstlicher Intelligenz“. Es brauche eine KI, die dem Menschen diene – transparent, sicher und demokratisch kontrollierbar. Die IJCAI-ECAI 2026 solle für Bremen nicht der Höhepunkt einer Entwicklung sein, sondern deren Startsignal.

- Advertisment -

Most Popular

Most Popular

Recent Comments