Bei der HeVie in Bremen-Hemelingen sammeln NABU, BUND und die Bremer Umwelt Beratung (BUB) ausgebautes Pflaster und zeigen, wie schon kleine entsiegelte Flächen Bremen grüner, artenreicher und hitzefester machen.
„Auch kleine Flächen, sogar einzelne Gehwegplatten vom eigenen Grundstück aufzunehmen, lohnt sich für mehr Hitzeresilienz und Biodiversität“, sagt Dorothee Meier vom NABU Bremen. Sie leitet das NABU-Projekt „Klimaschutz im Alltag – Natürlich Hemelingen“ und ruft gemeinsam mit BUB und BUND dazu auf, das Stadtteilfest HeVie am 5. und 6. September zu nutzen, um aufgenommenes Material zu entsorgen. An den nur zu Fuß erreichbaren Ständen steht dafür ein Sammelgefäß bereit.
Angenommen wird das Material nur, wenn zwei Fotos mitgebracht werden: vom Ursprungszustand und vom neuen Zustand. Zusätzlich muss die Größe der entsiegelten Fläche angegeben werden. „Nur dann zählt die Fläche beim Wettbewerb ‚Bremen pflastert ab‘“, erklärt Meier, da dort alle Flächen eingetragen und am Ende zusammengezählt werden. Wer selbstständig Flächen entsiegelt, kann diese auch direkt unter www.bremen-pflastert-ab.de angeben. An dem bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ beteiligt sich Bremen mit Unterstützung der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.
„Wir möchten mit der niedrigschwelligen Initiative zur HeVie vor allem Mut machen“, erklärt die NABU-Mitarbeiterin. Eine Gehwegplatte oder einige kleinere Pflastersteine seien schnell gehoben und die freie Fläche lasse sich bepflanzen, am besten mit heimischen, Biodiversität fördernden Pflanzen. Die Initiatoren hoffen, dass aus kleinen Flächen auch größere werden, denn nur offener und begrünter Boden könne Hitzeresilienz schaffen und Regenwasser aufnehmen.
Bepflanzungstipps sowie Informationen zu Förderungen für größere Vorhaben gibt es am Samstag, 5. September, am Stand von „Abpflastern“ und am Sonntag, 6. September, von NABU und BUB. Sammelbehälter und Stände sind nur zu Fuß im Tamra-Park am Teerweg zu erreichen.


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