In Bremen-Hastedt hat Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, den Standort der swb Erzeugung GmbH besucht, um einen dort installierten Hochtemperatur-Wärmespeicher zu besichtigen. Der Prototyp wurde vom Bremer Start-up Heatrix entwickelt und ist Teil des Forschungsprojekts „NitroTES“, das über das Bremer Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU) unterstützt wird.
Ziel des Projekts ist es, Abwärme aus einem industriellen Nitrierprozess zu speichern und anschließend für die Wärmebehandlung von Stahl zu nutzen. Der Speicher verfügt über eine Kapazität von rund 1.000 Kilowattstunden, kann skaliert werden und ist für Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius ausgelegt.
Senatorin Dr. Henrike Müller erklärte: „Das Projekt zeigt, wie hier in Bremen aus Forschung konkrete Lösungen für den Klimaschutz entstehen. Wir setzen alles daran, jungen Unternehmen dafür die bestmöglichen Bedingungen zu bieten und Förderverfahren so weiterzuentwickeln, dass sie zu ihrer Realität passen. Denn gute Ideen sollen schnell den Weg in die Anwendung finden.“
Das Verbundprojekt von Heatrix und dem Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) läuft von Mai 2025 bis Oktober 2026. Bei förderfähigen Kosten von rund 582.000 Euro wird es mit rund 408.000 Euro aus Mitteln des Landes Bremen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Dr. Wei Wu, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Heatrix, sagte: „Die Zusammenarbeit mit dem IWT gibt uns direkten Zugang zu aktuellem Forschungswissen und hilft uns, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen. Wir freuen uns sehr, dass daraus eine vielversprechende Lösung entstanden ist, die wir heute zeigen können.“
Ralf Stapp, Vorsitzender der Geschäftsführung der BAB, ergänzte: „Die Förderung mit Programmen wie PFAU schafft den entscheidenden Raum, in dem junge Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Lösungen entwickeln können – und damit Innovationen schneller in die industrielle Anwendung bringen.“
Heatrix entwickelt Technologien zur Elektrifizierung industrieller Hochtemperaturprozesse und will damit fossile Energieträger insbesondere in energieintensiven Branchen ersetzen. Der Standort bei swb in Hastedt bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Technologien unter Bedingungen weiterzuentwickeln, die größere elektrische Leistungen erfordern.
Im späteren Anwendungsszenario kann Heatrix durch Rückführung und Speicherung von Abwärme energieintensiven Industrien wie Zement oder Stahl dazu verhelfen, ihre Energieeffizienz zu steigern und ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Das Projekt wird von der BAB als Förderstelle begleitet.


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