Nach jahrzehntelangem Leerstand beginnt in Gröpelingen der Rückbau des Hans-Koschnick-Hauses in der Geeststraße. Die Brestadt hatte das Grundstück im Februar im Auftrag der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung erworben. Nun startet der fachgerechte Rückbau des stark verfallenen Gebäudes – erstmals übernimmt die Brestadt damit einen konkreten Auftrag zur Quartiersentwicklung außerhalb der Bremer Innenstadt. Bislang standen mit dem Bremer Hof und dem ehemaligen Horten-Kaufhaus vor allem zentrale Impulsprojekte für die Innenstadt im Fokus.
Das Wohn- und Geschäftshaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und war das Elternhaus der Familie Koschnick. Der frühere Bremer Bürgermeister Hans Koschnick verbrachte dort einen Teil seiner Kindheit und Jugend. Nach einem Brand und einem Baustopp in den 1980er Jahren blieb das Gebäude über Jahrzehnte leer und verfiel zunehmend. Bereits 2022 hatte sich eine Bürgerinitiative mit einer Petition für den Rückbau eingesetzt, auch der Beirat Gröpelingen forderte die Stadt wiederholt auf, eine Perspektive für das Grundstück zu entwickeln.
Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, erklärte: „Wir beenden endgültig dieses traurige Kapitel und schaffen Raum für Neues. Für mich als Bausenatorin ist klar: Wir werden beim Verfall von Problemimmobilien nicht zuschauen, wenn Stadtteile massiv darunter leiden. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung mit klarem Fokus auf unsere Quartiere und seine Menschen – ganz im Sinne und Gedenken an unseren verdienten Bürgermeister Hans Koschnick.“
Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer der Brestadt GmbH, sagte: „Quartiersentwicklung bedeutet eben auch Verantwortung für einzelne Gebäude zu übernehmen, um neue Perspektiven für Orte zu ermöglichen. Mit dem Hans-Koschnick-Haus machen wir genau das. Wir beseitigen zunächst einen langjährigen baulichen Missstand und schaffen damit Raum für das, was hier künftig entstehen kann. Der Rückbau ist der erste Schritt eines Prozesses, dessen weitere Entwicklung wir gemeinsam mit der Stadt betrachten werden.“
Die Maßnahme wird durch das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Die Verantwortung für die Zwischennutzung des Grundstücks liegt bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung. Ziel ist es, bereits in dieser Phase Impulse für den Ort und sein Umfeld zu setzen.
Quelle: Senat Bremen


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