StartBildungBremen: Digitalpakt 2.0 startet für Schulen im Land

Bremen: Digitalpakt 2.0 startet für Schulen im Land

Der Digitalpakt 2.0 ist gestartet. Alle Länder und Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien haben die zugehörige Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, die rückwirkend zum 1. Januar 2026 gilt. Damit ist der Weg für die Auszahlung der Bundesmittel frei.

Für Bremen stehen aus dem Digitalpakt 2.0 rund 20,4 Millionen Euro Bundesmittel für landesbezogene Maßnahmen zur Verfügung. Die Mittel sollen den erreichten technischen Standard an Schulen sichern und weiterentwickeln – dazu gehören Netzwerke und WLAN, digitale Präsentationstechnik, mobile Endgeräte sowie digitale Lernangebote.

Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, erklärte, Bremen starte in den Digitalpakt 2.0 aus einer starken Position. Man habe früh entschieden, Digitalisierung nicht als Geräteprogramm, sondern als Schulentwicklung zu verstehen. Die nächste Etappe bedeute nicht einfach mehr Technik, sondern bessere Nutzung, besseren Unterricht und mehr digitale Souveränität.

Bremen verfügt bereits über eine weitgehend einheitliche digitale Infrastruktur für seine Schulen mit zentral administrierten Endgeräten, einer landesweiten Lernplattform, standardisierten technischen Strukturen, Support und einer breiten Qualifizierung der Lehrkräfte. Seit 2020 wurden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte flächendeckend mit iPads ausgestattet, die Lernplattform itslearning wird bereits seit 2015 landesweit eingesetzt.

Vom ersten Digitalpakt Schule hat Bremen von 62,6 Millionen Euro Bundesmitteln bereits 59,4 Millionen Euro abgerufen. Mehr als 93.000 Schülerinnen und Schüler im Land haben von den Investitionen profitiert.

Ein Schwerpunkt des Digitalpakts 2.0 liegt auf digitaler Souveränität: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Informationen und KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen, Desinformation zu erkennen und verantwortlich mit ihren Daten umzugehen. Mit dem datenschutzkonformen KI-System AIS-Chat, ehemals Telli, hat Bremen bereits einen Zugang zu generativer KI für Schule und Unterricht landesweit eingeführt.

Bundesweit stehen zudem 112,5 Millionen Euro für länderübergreifende Vorhaben bereit. Bremen gehört der Arbeitsgruppe an, die das Vorgehensmodell für diese Vorhaben vorbereitet hat. Vorgesehen sind eine gemeinsame Diagnostik- und Förderinfrastruktur, die Weiterentwicklung der Bildungsmedieninfrastruktur sowie standardisierte digitale Services. Bereits im ersten Digitalpakt hatte Bremen die Weiterentwicklung von itslearning gemeinsam mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein federführend begleitet.

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