Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen fordert den Senat auf, das Sonntagsfahrverbot für Lastkraftwagen vorübergehend zu lockern. Grund seien anhaltende Trockenheit und niedrige Wasserstände vieler Flüsse, die den Frachtschiffsverkehr derzeit einschränken.
„Es kann nicht sein, dass Lkw sonntags durch ganz Niedersachsen fahren dürfen und an der Landesgrenze zu Bremen plötzlich Schluss ist. Bremen und Bremerhaven sind Logistik- und Hafenstandorte von nationaler Bedeutung – deshalb muss der Senat jetzt nachziehen“, sagte Theresa Gröninger, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, laut einer Pressemitteilung vom 10. August 2026.
Niedersachsen und weitere Bundesländer hätten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw bereits vorübergehend gelockert, um Lieferketten und Warenströme angesichts der eingeschränkten Schifffahrt aufrechtzuerhalten. Bremen müsse nun ebenfalls handeln, so Gröninger: „Es wäre völlig widersinnig, wenn Transporte rings um Bremen und Bremerhaven ermöglicht werden, ausgerechnet unsere wichtigen Hafen- und Logistikstandorte aber von dieser Flexibilität ausgeschlossen bleiben.“
Gerade in einer solchen Ausnahmesituation bräuchten Unternehmen pragmatische Lösungen, die der Versorgungssicherheit der Bevölkerung dienten, erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin weiter.
Konkret fordert die CDU-Fraktion den Senat auf, kurzfristig eine Ausnahmeregelung nach niedersächsischem Vorbild zu erlassen. Diese soll für geschäftsmäßige oder entgeltliche Transporte mit Lkw über 7,5 Tonnen gelten. „Bremen muss alles dafür tun, Lieferketten stabil zu halten. Hier ist schnelles und unbürokratisches Handeln gefragt“, so Gröninger abschließend.


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