StartBildungBremen: Brandschutzmängel bei Mobilbau in Burglesum und Osterholz

Bremen: Brandschutzmängel bei Mobilbau in Burglesum und Osterholz

Für zwei Schulen in der Stadtgemeinde Bremen gestaltet sich der Start ins neue Schuljahr schwieriger als geplant: die Grundschule Burglesum und die Neue Oberschule Osterholz. Grund sind Brandschutzmängel bei neu aufgestellten Mobilbauanlagen, die umfangreiche Nachbesserungen erforderlich machen.

Die Bauteile der Außenwände wurden bei beiden Mobilbauvorhaben durch die ausführende private Firma nicht in der vorgeschriebenen Klassifikation ausgeführt. Bei der Bauabnahme in Burglesum in Bremen-Nord wurde festgestellt, dass für die Außenverkleidung nur schwer entflammbare statt der vorgeschriebenen nichtbrennbaren Baustoffe verbaut wurden. Da es sich um typengleiche Containeranlagen handelt, ist auch der betreffende Mobilbau in Bremen-Ost betroffen.

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles erklärte: „Wir hätten uns gewünscht, dass die Schulen zum Schuljahresbeginn wie geplant in ihren Räumen starten können. Wenn bei der Umsetzung bauliche Anforderungen nachträglich berücksichtigt werden müssen, ist das für die betroffenen Schulgemeinschaften verständlicherweise eine zusätzliche Belastung. Allerdings hat der Brandschutz absolute Priorität im Sinne der Kinder. Bei öffentlichen Bauvorhaben müssen wir uns darauf verlassen können, dass insbesondere beim Brandschutz von Anfang an sorgfältig und fachgerecht gearbeitet wird. Wir setzen daher alles daran, gemeinsam mit den Verantwortlichen schnellstmöglich gute und verlässliche Lösungen für die betroffenen Schulen zu schaffen.“

Die zweigeschossige Mobilbauanlage in Osterholz ist als Interimslösung für die Neue Oberschule Osterholz bis zur Fertigstellung des Neubaus Campus Osterholz vorgesehen, der für das Schuljahr 2030/31 geplant ist. Wegen des schleppenden Baufortschritts hatte die Behörde bereits im Juli Zweifel, dass der Mobilbau rechtzeitig fertig würde. Deshalb wurden Einschulung und Unterbringung der Schülerinnen und Schüler zunächst in den Fachräumen der benachbarten Oberschule Koblenzer Straße ermöglicht, ursprünglich für rund zwei Wochen geplant. Ziel ist nun, die Gesamtanlage bis zum Ende der Herbstferien am 22. Oktober 2026 fertigzustellen, damit der Unterricht danach im Mobilbau stattfinden kann.

In Lesum stellt sich die Lage anders dar: Am 14. August 2026 konnte der eingeschossige Teil der Mobilbauanlage übergeben und von den Schülerinnen und Schülern bezogen werden. Die Lerngruppen KME wurden in Fach- und Differenzierungsräumen der Paul-Goldschmidt-Schule untergebracht, wodurch diese Schule an ihre Kapazitätsgrenze kommt. Auch in Lesum sollen ausstehende Restarbeiten und die Mängelabarbeitung spätestens in den Herbstferien abgeschlossen sein, darunter die Fertigstellung des Außenbereichs. Bislang sind nur Zugang und Umzäunung zum eingeschossigen Teil hergestellt, die übrige Fläche bleibt Baustelle und schränkt den Schulhof der Oberschule Lesum ein.

Die Schadenshöhe für beide Schulen wird derzeit geklärt. Die Geltendmachung von Regressansprüchen gegenüber dem Bauträger wird geprüft.

Quelle: Senat Bremen

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