StartPolitikBremen: BID Balgequartier offiziell in der Innenstadt gestartet

Bremen: BID Balgequartier offiziell in der Innenstadt gestartet

In der Bremer Innenstadt ist das „BID Balgequartier“ gestartet. Auf Initiative der großen Mehrheit der Anlieger wurde das Business Improvement District (BID) am 2. September 2026 offiziell ins Leben gerufen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte war beim Start dabei.

Das BID Balgequartier umfasst die Langenstraße, die Böttcherstraße, Hinter dem Schütting, den Innenhof Langenstraße, den Jacobshof sowie den Bereich beim Atlantic Grand Hotel. In den kommenden fünf Jahren sollen dort unter anderem Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung verbessert, die Erlebnisqualität gesteigert und das Marketing professionalisiert werden.

„Business Improvement Districts“ sind exakt abgegrenzte Bereiche, die auf Antrag der Anlieger von der Stadtbürgerschaft beschlossen werden. Alle Grundstückseignerinnen und -eigner leisten dabei einen nach der Grundstücksgröße bemessenen Beitrag in eine gemeinsame Kasse, aus der etwa ein Quartiersmanagement und definierte Maßnahmen finanziert werden. Über die kommenden fünf Jahre bringen die Eigentümerinnen und Eigentümer der Grundstücke dafür insgesamt 2,6 Millionen Euro auf. Staatliche Mittel sind nicht Teil der Finanzierung des BID.

Das Programm umfasst im Wesentlichen vier Felder: Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung; Erlebnisqualität, Aufenthaltsqualität und Stadtgestaltung; Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Management und Interessensvertretung. Neben organisatorischen Maßnahmen sind auch unterschiedliche Veranstaltungsformate vorgesehen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte: „Initiativen wie diese zeigen eindrucksvoll, dass Stadtentwicklung nicht ausschließlich eine Aufgabe von Politik und Verwaltung ist. Eine attraktive Innenstadt entsteht dort, wo viele Akteurinnen und Akteure Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Mit dem BID übernähmen die Eigentümerinnen und Eigentümer nicht nur einen Teil der Verantwortung, sondern könnten auch selbst mehr Einfluss auf die unmittelbare Umgebung ihrer Immobilie nehmen.

Bovenschulte verwies zudem auf Investitionen der vergangenen Jahre in das Jacobs-Haus und das Essighaus sowie auf das entstehende Stadtmusikantenhaus an der Ecke zum Marktplatz. Mit der Böttcherstraße als Teil des BID habe das Balgequartier „das Potenzial, sich zu einem echten kulturellen Exzellenzquartier zu entwickeln“.

- Advertisment -

Most Popular

Most Popular

Recent Comments