Der Verwaltungsrat des Ausbildungsunterstützungsfonds will noch im August 2026 über die ersten konkreten Fördermaßnahmen entscheiden. Das teilte die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration mit. Der Fonds gilt als zentraler Baustein der Fachkräftestrategie des Bremer Senats und soll mehr Unternehmen für die Ausbildung junger Menschen gewinnen sowie ausbildende Betriebe gezielt unterstützen.
Vorausgegangen war eine gerichtliche Klärung: Das Verwaltungsgericht Bremen hatte im Juli 2026 die Rechtmäßigkeit des Fonds bestätigt. Für die Förderprogramme sind insgesamt vier Millionen Euro vorgesehen. Damit sollen Betriebe dabei unterstützt werden, ihr Ausbildungsengagement auszubauen und die Qualität der betrieblichen Ausbildung zu stärken. Zugleich soll das Matching zwischen Betrieben und jungen Menschen verbessert werden.
Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, appellierte an alle Akteure, das Engagement für betriebliche Ausbildung gemeinsam zu stärken. „Junge Menschen brauchen gute Einstiegschancen, und die Betriebe brauchen qualifizierte Fachkräfte. Beides gehört unmittelbar zusammen“, erklärte sie.
Hintergrund sind aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit: Bis Ende Juli 2026 wurden im Land Bremen 577 Ausbildungsplätze weniger gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Dazu sagte Schilling: „Es ist bedauerlich, dass die Zahl der Ausbildungsplätze zurückgeht, obwohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Bremen weiterhin wächst. Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für unsere Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen in die Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte investieren. Dafür setzen wir mit dem Ausbildungsunterstützungsfonds gezielt Anreize.“
Quelle: Senat Bremen


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