Auf der Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg hatte die Verkehrsbereitschaft der Polizei Bremen am vergangenen Mittwoch den rechten Fahrstreifen gesperrt, da ein liegengebliebener Lastwagen repariert werden musste. Mehrere Verkehrsbeeinflussungsanlagen vor der Einsatzstelle zeigten dabei rote, schräg gekreuzte Balken, die eindeutig auf die Sperrung hinwiesen.
Dennoch fuhren zahlreiche Verkehrsteilnehmende trotz des roten Kreuzes auf dem gesperrten Fahrstreifen weiter, andere nutzten den Seitenstreifen, um an der Absicherung vorbeizufahren. Innerhalb von nur 13 Minuten registrierten die Einsatzkräfte 51 Verstöße. Gegen alle Fahrerinnen und Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Insgesamt drohen Bußgelder in Höhe von 9.180 Euro sowie 51 Punkte im Fahreignungsregister.
Die Polizei Bremen nimmt die Vorfälle zum Anlass, in der Ferienzeit mit ihrem erhöhten Reiseverkehr eindringlich auf die Bedeutung des roten Kreuzes über einem Fahrstreifen hinzuweisen: Dieser Fahrstreifen darf ausnahmslos nicht benutzt werden. Hinter solchen Absicherungen arbeiten häufig Einsatzkräfte, Pannenhelfer oder Beschäftigte der Autobahnmeisterei unmittelbar auf der Fahrbahn. Wer ein rotes Kreuz ignoriert, riskiert nicht nur Bußgeld und Punkte in Flensburg, sondern gefährdet Menschenleben.
Quelle: Polizei Bremen


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