Die Schleuse Kuhsiel im Bremer Blockland wird saniert. Der Deichverband am rechten Weserufer hat die Baustelle an eine Fachfirma übergeben, die Reparaturarbeiten sollen in den kommenden Wochen beginnen. Nach zwei Jahren Stillstand ist damit der Weg für die Wiederherstellung der Anlage frei.
Die 1931 erbaute Schleuse musste 2024 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Grund waren durchgerostete Stellen in den Spundwänden, die die Stabilität der Anlage gefährden könnten. Im Zuge der Sanierung werden in beiden Schleusenkammern große Stahlplatten vor die beschädigten Wände gesetzt und mit Beton hinterfüllt.
Läuft alles nach Plan, sind die Bauarbeiten bis Weihnachten abgeschlossen. Nach der Hochwassersaison soll die Schleuse zum 1. April wieder in Betrieb gehen.
Für den Wassersport in Bremen ist die Wiedereröffnung von Bedeutung. Die Schleuse Kuhsiel gilt als zentraler Bestandteil der Wassersport-Infrastruktur im Bremer Blockland. Rund 1.500 Vereinsmitglieder aus zehn Vereinen sind betroffen; Angebote vom Segeln über das Kanufahren bis zum Angeln waren durch die Sperrung erheblich eingeschränkt.
Die Finanzierung der rund 910.000 Euro teuren Sanierungsmaßnahme konnte durch das gemeinsame Engagement von Deichverband, Land, EU, Wassersportvereinen und -verbänden sowie privaten Spenderinnen und Spendern gesichert werden. Die Wassersportkommission des Landessportbundes Bremen hat dabei eine zentrale Rolle gespielt, unter anderem mit einer öffentlichen Petition zum Erhalt der Schleuse.
„Wir freuen uns, dass wir jetzt absehen können, dass das Tor zur Wümme wieder geöffnet wird“, sagt Norbert Köhler von der LSB-Wassersportkommission. „Wir sind ausgesprochen zufrieden, dass wir das trotz zwei Jahren Schließung hinbekommen haben.“


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