StartKulturBremen: Ökumenischer Gottesdienst zum Welttag der Suizidprävention

Bremen: Ökumenischer Gottesdienst zum Welttag der Suizidprävention

Zum Welttag der Suizidprävention laden mehrere Bremer Institutionen zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Unter dem Motto „Lasst uns darüber reden“ findet die Veranstaltung am Freitag, den 11. September, um 18 Uhr in der Stadtkirche Unser Lieben Frauen (Unser Lieben Frauen Kirchhof 27–29) statt.

Eingeladen haben die Bremische Evangelische Kirche, der Katholische Gemeindeverband in Bremen, die TelefonSeelsorge und die Psychotherapeutenkammer. Mit dem gemeinsamen Gottesdienst soll das Thema Suizid aus der Unsichtbarkeit geholt werden.

Pastorin Christine Kind, Leiterin der Seelsorge und Beratung in der Bremischen Evangelischen Kirche, betont, dass das Reden über suizidale Gedanken helfen kann. Nach ihren Erfahrungen berichten viele Betroffene, dass der Leidensdruck abnimmt und die Suizidgedanken weniger stark und häufig werden, wenn sie darüber sprechen können.

Laut Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2024 in Deutschland 10.372 vollendete Suizide. Nach Schätzungen des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) kommen mehr als 100.000 Suizidversuche hinzu. Das Bundesland Bremen verzeichnete im selben Jahr den stärksten Anstieg der Suizidrate im Vergleich aller Bundesländer.

Die Kanzelrede beim Gottesdienst hält Dr. Kirsten Kappert-Gonther (MdB), Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, die sich öffentlich für ein Suizidpräventionsgesetz ausgesprochen hat. Beteiligt sind zudem Dr. Christoph Sülz, stellvertretender Vorsitzender der Psychotherapeutenkammer Bremen, Propst Dr. Bernhard Stecker vom Katholischen Gemeindeverband in Bremen, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, Präsident der Bremischen Evangelischen Kirche, sowie Mitarbeitende der TelefonSeelsorge und weiterer Einrichtungen. Musikalisch begleiten Ansgar Müller-Nanninga und Peter Dahm an Orgel, Klavier und Saxophon den Gottesdienst.

Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr unter den Rufnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 erreichbar. Wer lieber schreibt, kann Mitarbeitende über online.telefonseelsorge.de kontaktieren. Zusätzlich steht die kostenlose App „KrisenKompass“ als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen mit depressiven Gefühlen und Suizidgedanken zur Verfügung.

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