StartBildungBremen: CDU nennt Evaluation des Bremer Schulkonsenses gescheitert

Bremen: CDU nennt Evaluation des Bremer Schulkonsenses gescheitert

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat die Ergebnisse der Evaluation des Bremer Schulkonsenses scharf kritisiert. „Wir wollen, dass jedes Kind eine gute Schulbildung bekommt, damit es sein Leben selbst gestalten kann. Das Ergebnis der Evaluation des Bremer Schulkonsenses kann niemanden zufriedenstellen – am allerwenigsten den Senat Bovenschulte“, erklärte Dr. Wiebke Winter, Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion.

Laut dem Bericht wurde das Ziel einer 105-prozentigen Lehrkräfteversorgung verfehlt. Zudem seien Zuweisungsgrundlagen teilweise veraltet, und der Sanierungsstau belaste die Schulen weiterhin. Gleichzeitig seien die Leistungsstände in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften weiter gesunken. „Nicht die Struktur des Schulkonsenses ist gescheitert, sondern sein Vollzug durch den Senat Bovenschulte“, so Winter.

Positiv bewertete die CDU-Fraktion, dass die Gutachter keine grundlegende Veränderung der Schulstruktur empfehlen. Das zweigliedrige Schulsystem aus Oberschule und Gymnasium bleibe richtig, betonte Winter. Sie forderte Bildungssenator Mark Rackles auf, seine angekündigte Qualitätsoffensive mit der CDU umzusetzen.

Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sieht durch das Gutachten insbesondere Handlungsbedarf bei Sprache und Grundkompetenzen bestätigt. Sie verwies auf frühere Forderungen der CDU nach einer verbindlichen Vorschule für Kinder mit Sprachförderbedarf, zuletzt mit dem Vorschlag eines Kita-Basiskompetenzjahres. Diese Vorschläge seien von Rot-Rot-Grün abgelehnt worden.

Die CDU-Fraktion forderte zudem, Qualitätsdaten stärker für konkrete Verbesserungen im Unterricht zu nutzen. Auch die Gutachter sehen laut Mitteilung Verbesserungsbedarf bei der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Qualitätsentwicklung (IQHB) und den Schulen. „Daten dürfen nicht erhoben werden, um anschließend in einer Schublade zu verschwinden“, sagte Averwerser. Sie verwies auf Hamburg als Beispiel dafür, dass ein datenbasiertes Vorgehen einen Bildungsstandort von hinteren auf vordere Plätze bringen könne.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion kündigte an, die Ergebnisse der Evaluation nun detailliert auszuwerten und daraus ein eigenes Forderungspapier mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Schul- und Bildungsqualität in Bremen zu erarbeiten.

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